Prismo logo   Schweizer leisten sich edle Apple-Produkte

Für Apple war 2010 in der Schweiz ein überaus erfolgreiches Jahr. Laut dem aktuellen Weissbuch setzte der Konzern knapp 1.16 Millionen Macs, iPads und iPhones ab. Davon profitierten die zahlreichen Apple-Händler wie Data Quest, Ingenodata oder Interdiscount sowie die Schweizer Mobilfunkbetreiber.

Letztes Jahr verkaufte Apple und der Fachhandel in der Schweiz 269'000 Macs, 102'000 iPads und 787'000 iPhones. 59 Prozent der Macintosh-Computer waren Notebooks und 41 Prozent Desktop-Systeme. Auf den Heim-Bereich entfielen 60 Prozent, auf den Business-Bereich 40 Prozent aller Macs, gemäss dem Weissbuch 2011 von Robert Weiss.

Apple-Hardware Verteilung 2010 in der Schweiz

Apple-Hardware Verteilung 2010 in der Schweiz

Thomas Zitzer, Geschäftsführer der Ingenodata AG, schätzt den Anteil von Apple ohne Zwischenhandel auf 70 Prozent im heimischen Hardwaregeschäft. Apple vertreibt seine Produkte direkt über den Online Store und die Shops in Genf, Zürich und im Glattzentrum. Obwohl die MacBook Pro und MacBook Air Produktlinien zunehmend die Mac-Verkäufe prägten, brachte der jüngste Redesign des iMacs, mit der Core-i-Serie Prozessorfamilie als auch besseren Grafikkarten, einen Wiederanstieg der Umsatzzahlen.

iMac begehrtester Desktop Mac

Bei den verkauften Desktop Macs entfielen bei Data Quest 80 Prozent auf den iMac, 15 Prozent auf den Mac mini inklusive Server-Modell und 5 Prozent auf den Mac Pro. Laut René Schneider, Mitbegründer der Data Quest AG, setzte das Unternehmen aus Dietikon 2010 bei den kompakten All-in-One Computern etwas mehr 21.5" als 27" iMacs ab. «Bei den 21" iMacs sind die Einsteiger-Modelle am beliebtesten und werden oft auch in Schulen eingesetzt. Bei den 27" iMacs figurieren die Rechner mit Quad-Core i7 vor denjenigen mit Core i3 Prozessor.» ergänzte Schneider.

Bei Ingenodata betrug der Verkauf nach Bildschirmgrösse bei 71 Prozent 21.5"-iMacs und 29 Prozent 27" iMacs. Beim Interdiscount bevorzugte die Kundschaft ebenfalls die 21.5"-Modelle gegenüber den 27"-Geräten.

Desktop Mac Verteilung 2010 bei Data Quest

Desktop Mac Verteilung 2010 bei Data Quest

13" MacBooks als Favoriten

2010 waren bei Ingenodata 35 Prozent aller abgesetzten MacBooks Pro 13"-Modelle, 55 Prozent 15"-Modelle und 10 Prozent 17"-Modelle. Der Verkauf beim MacBook Air teilte sich mit 55 Prozent für das 13"-Display und mit 45 Prozent für das 11"-Display auf. Gemäss Zitzer war das Einsteiger-MacBook Pro 13" mit 2.4 GHz Core 2 Duo Chip die beliebteste Konfiguration.

Notebook Mac Verteilung 2010 bei Data Quest

Notebook Mac Verteilung 2010 bei Data Quest

Bei Data Quest gingen die 13" bis 17" MacBooks Pro mit einem Anteil von 70 Prozent, die MacBooks mit 20 Prozent und die MacBooks Air mit 10 Prozent über den Ladentisch. Die 13"- und 15"-Modelle machten beim MacBook Pro den Löwenanteil aus, während das 17-Zöller für viele Kunden zu gross zum Mitnehmen sei, erklärte Schneider. Ein konstanter, jedoch kleinerer Anteil der Mac-Notebooks wird mit einem matten Bildschirm bestellt. Nach Aussage von Schneider verkaufte sich das MacBook Air seit der Neulancierung letzten Herbst sehr gut. «Es ist auch ein tolles Gerät. Besonders gefragt sind die Konfigurationen mit 4 GB RAM. Die 11"- und 13"-Modelle verkaufen wir beide sehr gut.».

MacBook Pro Verteilung 2010 bei Ingenodata

MacBook Pro Verteilung 2010 bei Ingenodata

Der Interdiscount führt ebenfalls alle MacBook-Grössen im Sortiment, wobei die günstigen 13"-Ausführungen am begehrtesten sind.

Luxus-iPad als Renner

Drei Viertel der vertriebenen iPads bei Ingenodata und zwei Drittel bei Data Quest waren teurere Wi-Fi + 3G Modelle. Schneider meinte «Irgendwie denkt unser Kunde. Im Zweifelsfall lieber mit der Option 3G.». Das High-end Tablet mit 64 GB und 3G Mobilfunknetz fand bei beiden Apple-Händlern reissenden Absatz. Die Schweizer Kunden favorisierten das am besten ausgestattete iPad. Beim Interdiscount dagegen ist das Apple-Tablet mit und ohne 3G-Modul gleichermassen gefragt.

Telcos prägen iPhone-Markt

Swisscom setzte im Jahr 2010 fast eine Million Handys ab, ohne Berücksichtigung der Prepaid-Angebote. Zirka die Hälfte davon waren Smartphones. Diese teilten sich in rund 60 Prozent iPhones und 25 Prozent Android-Geräte auf. Die restlichen 15 Prozent entfielen auf die übrigen mobilen Betriebssysteme. Gemäss Sunrise verkaufen sich das iPhone 3GS und iPhone 4 sehr gut, wobei das iPhone 4 mit 16 GB das gefragteste Modell ist. Bei Orange sind heute etwa drei von vier verkauften Mobiltelefonen sogenannte Smartphones. Vor rund 12 Monaten lag dieser Anteil noch bei ungefähr 50 Prozent. Smartphones wie das Apple iPhone sind bei den Schweizern voll im Trend.

Smartphone Verteilung 2010 bei Swisscom

Smartphone Verteilung 2010 bei Swisscom

Laut Zitzer gehörte das iPhone 4 mit 32 GB von Swisscom zu den am besten verkauften Apple-Smartphone bei Ingenodata, die nur das iPhone 4 im Angebot führt. Bei Data Quest hielt sich der Absatz zwischen 16 GB und 32 GB iPhones ungefähr die Waage. Je nach Mobilfunkprovider und angebotenen Abos werden unterschiedliche Modelle bevorzugt, bemerkte Schneider.

Apple Store an der Bahnhofstrasse in Zürich

Apple Store an der Bahnhofstrasse in Zürich

Info-Box: Data Quest Kurzportrait

Die Data Quest AG ist Apple Premium Reseller und Authorised Service Provider mit Hauptsitz in Dietikon. Sie bietet sämtliche Apple-Produkte und Dienstleistungen inklusive Mac kompatibler Peripherie, Netzwerk- und Software-Lösungen für kreative Kleinfirmen, Werbeagenturen, Bildungsanstalten und Privatpersonen. Die Firma ist mit knapp 160 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 100 Millionen Franken grösster Schweizer Händler mit Apple-Computern.
http://www.dataquest.ch/

Data Quest Showroom in Chur

Data Quest Showroom in Chur

Info-Box: Ingenodata Kurzportrait

Die Ingenodata AG ist in Basel als Apple Premium Reseller präsent und vorwiegend in der Region Nordwest-Schweiz tätig. Sie verkauft, installiert und unterhält Apple-Computer, Sony Vaio und jegliches EDV-Zubehör für Privatkunden, Schulen und Firmen. Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 mit 34 Mitarbeitenden einen Umsatz von 28.75 Millionen Franken.
http://www.ingenodata.ch/

Ingenodata Filiale in Olten

Ingenodata Filiale in Olten

Marcel Büchi, Mittwoch 16. März 2011 18:58 (mac)

Bilder: Apple, Data Quest und Ingenodata
Grafiken: Marcel Büchi